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Debbie Tung - Everything is okay

„Sei immer freundlich. Du weißt nie, wie es anderen geht. Liebe trägt immer den Sieg davon.“

Die Graphic Novel „Everything is okay“ handelt von Debbie, welche eine kreative, jedoch introvertierte junge Frau ist. Sie denkt über vieles nach und nimmt sich alles zu sehr zu Herzen. Immer wieder schwirren ihr düstere Gedanken im Kopf herum. Sie fühlt sich nie gut genug und kämpft jeden Tag damit, überhaupt aufzustehen. Die einfachsten Dinge fallen ihr schwer und schon bald merkt sie, dass sie damit nicht alleine umgehen kann.

Debbie Tung hat eine sehr persönliche Graphic Novel geschaffen, in welcher sie ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen wiedergibt. Es geht um Mental Health und sie spricht viele Probleme an, die in Bezug auf psychische Krankheiten leider noch existieren. Über eine Erkältung lässt sich leicht reden und jeder versteht es, doch es ist anders mit geistigen Krankheiten. Sie werden leider oft immer noch nicht ernst oder nicht wahrgenommen, obwohl es sehr verbreitet ist.

Ich musste „Everything is okay“ unbedingt lesen, da ich „Quiet Girl“ und „Book Love“ ebenso gelesen habe. Genau wie die anderen habe ich es sofort verschlungen. Die Graphic Novels von Debbie Tung beeindrucken mich immer wieder. Die Zeichnungen bringen die Gefühle sehr gut rüber. Die Illustrationen sprechen oftmals für sich, sodass manchmal nicht viel dazu geschrieben werden muss. Ihre Werke spiegeln die Realität wieder, jedoch geben sie einem auch Mut und Hoffnung.

             Diese wichtige Graphic Novel über Mental Health kann ich wirklich jedem ans Herz legen, egal ob man selbst davon betroffen ist oder nicht. Man kann so auch Betroffene                         besser verstehen lernen, was unglaublich wichtig ist. Niemand muss so eine dunkle Zeit alleine durchstehen.

 

 

Danielle Trussoni - Ingenium

Mike besitzt seit einem schweren Unfall eine Inselbegabung, die es ihm ermöglicht, selbst schwierigste Rätsel innerhalb kurzer Zeit zu lösen. Aufgrund dieser Gabe bittet ihn eine Gefängnispsychologin um Hilfe beim Entschlüsseln eines Bilderrätsels, welches ihre Patientin Jess gezeichnet hat. Diese wurde wegen Mordes verurteilt, ist seit ihrer Inhaftierung jedoch verstummt. Als Mike sie im Gefängnis besucht, fühlt er sofort eine tiefe Verbundenheit zu ihr. Anscheinend ist er der einzige, der Jess helfen kann. Mike nimmt sich der Sache an, forscht in Jess‘ Vergangenheit und dringt tief in Welten ein, deren Existenz er nie für möglich gehalten hätte. Ihm bleibt nicht viel Zeit um Jess‘ Unschuld zu beweisen und das Mysterium zu entschlüsseln, denn schnell wird Mike selbst zum Gejagten. Auch andere sind dem Geheimnis des sogenannten Gottesrätsels auf der Spur – einer uralten Sequenz, von einem jüdischen Mystiker erschaffen, welche nichts Geringeres beinhaltet als eine Enthüllung, die die gesamte Menschheit beeinflussen könnte.

Man nehme eine große Portion „DaVinci-Code“, gebe etwas Geheimbund und Kunsthistorie hinzu, würze das Ganze mit einer Prise „Annabelle“ und vermenge es mit Mathematik und Quanteninformatik. Schon hat man einen hochspannenden Thriller, der stets auf der Grenze zwischen wissenschaftlicher Theorie und übernatürlicher Mystery balanciert. „Ingenium“ stellt die Leser*innen vor zahlreiche Rätsel und offene Fragen. Die Handlung wird immer komplexer, aber auch immer spannender! Trotz einiger verwirrender, teils verstörender Passagen, und obwohl manche Erklärungen sehr fantastisch oder geradezu esoterisch daherkommen, ist am Ende alles doch irgendwie nachvollziehbar und ergibt einen stimmungsvollen Roman.

Holly Jackson – As Good as Dead (A Good Girl’s Guide to Murder Band 3)

Vier lange Jahre musste ich auf die Fortsetzung der „A Good Girl’s Guide to Murder“-Reihe warten. Der erste Band der Reihe erschien bereits 2019. Doch die deutsche Übersetzung ließ leider auf sich warten.

In dem ersten Band ermittelt die Schülerin Pippa für ein Schulprojekt in dem Fall Andie Bell. Vor fünf Jahren wurde die Schülerin Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Die Polizei ist sich sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle – außer Pippa. Doch bald merkt sie, dass nicht alle wollen, dass die dunklen Geheimnisse der Vergangenheit gelüftet werden ...

Von Band zu Band wird die Reihe spannender. Vor allem das Finale der Trilogie „As Good as Dead“ ist nichts für schwache Nerven. Pippa muss sich mit den Konsequenzen ihrer Ermittlungen auseinandersetzen. Nicht nur sie selbst auch die Beziehung zu Freunden und Familie ändert sich für immer.

Im Oktober diesen Jahres erscheint mit „Kill Joy“ das Prequel. Es lohnt sich jetzt noch schnell die Reihe zu lesen, denn aktuell wird an der Verfilmung gearbeitet.

Lynn Painter - Mr. Wrong Number

Olivia ist ein Tollpatsch wie er im Buche steht. Aber als sie die Liebesbriefe ihres untreuen Exfreundes auf ihrer Terrasse verbrennt und dabei unabsichtlich ihr gesamtes Wohnhaus in Brand setzt, ist der Schlamassel perfekt. Zu allem Übel bleibt ihr nichts Anderes übrig als Unterschlupf in der Wohnung ihres Bruders zu suchen. Was sie nicht wusste: Der Mitbewohner ihres Bruders ist sein unverschämt gutaussehender bester Freund Colin Beck und Olivia und er sind seit Kindheitstagen wie Hund und Katz. Die einzige Ablenkung zwischen Job- und Wohnungssuche, ihrem arroganten Zwangs-Mitbewohner und einer anstrengenden Mutter bieten ihr die fehlgeleiteten SMS von „Mr Wrong Number“. Nachdem klar ist, dass der Unbekannte die falsche Nummer erwischt hat, will Olivia die Sache eigentlich schnell ad acta legen aber die Möglichkeit sich ihren gesamten Ballast im Schatten der Anonymität von der Seele zu reden, ist einfach zu verlockend. Bis Mr. Wrong Number bemerkt, mit wem er da eigentlich schreibt und einen Plan schmiedet, der zum Scheitern verurteilt ist…

Zugegeben: Zu Beginn war ich ziemlich genervt von der tollpatschigen und vorlauten Olivia, die die Schuld grundsätzlich nicht bei sich selbst sucht, kaum Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen scheint und der das Eigentum Anderer allem Anschein nach egal ist. Die Geschichte birgt jedoch einige humorvolle Wendungen und die Dynamik zwischen Olivia und Colin trägt dazu bei, dass ihr Verhalten nachvollziehbarer und sympathischer wird.  Alles in Allem ein unterhaltsamer Sommer-Roman für alle Fans von Autorinnen wie Ali Hazelwood, Elena Armas oder Netflix-RomComs wie „Valeria“.