X
  GO

Jens Eisel - Cooper

1971 entführte ein unter dem Namen Dan Cooper reisender Mann eine Boeing 727 der Fluggesellschaft Northwest Orient Airlines mit der Flugnummer 305, erpresste eine hohe Summe Lösegeld, sprang im Anschluss mit einem Fallschirm aus der Heckklappe des Flugzeugs und blieb für immer ein Phantom. Diese wahre sowie unglaubliche Begebenheit inspiriert Jens Eisel zu einem äußerst spannenden Roman mit fiktiven Elementen.

Es geht um eine der vielen Flugzeugentführungen, die die Schlagzeilen der frühen Siebziger beherrschen. Auf einem Flug nach Seattle fordert ein Mann Lösegeld, andernfalls zündet er die bei sich befindliche Bombe. Eindringlich wird die lockere Atmosphäre beschrieben, die zu dieser Zeit auf Flügen herrschte. Es wird geraucht, der ein oder andere Whiskey wird getrunken und auch ist es nicht unüblich, dass sich das Personal für ein kurzes Pläuschchen zu den Reisenden setzt. So fällt es zuerst nicht weiter auf als sich Flugbegleiterin Kate ungewöhnlich lange und häufig mit einem Fluggast aus der letzten Reihe unterhält…

Der Schreibstil des Autors ist geradlinig und präzise und erzeugt auf wenigen Seiten ohne Schnörkel so viel Spannung, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Die Schilderung der Entführung ist dabei so unglaublich, dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass sie fast genauso tatsächlich passiert ist. Diesen Krimi (der übrigens ohne einen Tropfen Blut zu vergießen auskommt) kann ich als Lektüre zwischendurch wärmstens empfehlen. Wer sich darüber hinaus für diesen Fall interessiert, kann sich außerdem die aktuelle Dokumentation „Das Rätsel um D. B. Cooper“ auf Netflix ansehen.